Hellfühligkeit- Fluch und Segen

Aktualisiert: 22. Dez. 2021


Wie wir der Verantwortung uns selbst gegenüber gerecht werden können

Herzliches Beileid oder herzlichen Glückwunsch?




 

Es ist schon ein Kreuz mit dieser Empathie!

Im wahrsten Sinn des Wortes.

Niemand hat je gefragt, ob ich das überhaupt will. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.

Sie etwa?


Jesus von Nazareth hat sich bereit erklärt, das Kreuz stellvertretend für seine Artgenossen zu tragen.

Um die Welt von Schmerz und Pein zu befreien.


Sollte ich das jemals in einem früheren Leben auch getan haben, ich war definitiv nicht bei Sinnen!

Wahrscheinlich hatte ich Hunger. Da bin ich nie ich selbst.


Oder ich fühlte mich mit Jesus so eng verbunden, dass ich ihm tragen helfen wollte.

Sein Werk fortzuführen gedachte.


Davon abgesehen, ist er eines meiner ganz großen Vorbilder.

Seine mentalen Fähigkeiten! Er war ein Meister der Realitätsgestaltung. Er beherrschte die Matrix, das morphogenetische Feld wie kein zweiter.


Nur in Sachen Kreuz bin ich definitiv anderer Meinung.

Mittlerweile jedenfalls.


Vor zweitausend Jahren habe ich ihn in seiner menschlichen Version zu sehr bewundert.

Das passiert mir ab und an.


Und schwupps … bin ich nicht mehr ich.

Ich verschmelze mit meinem Objekt der Begeisterung, werde zu einer Kopie und vergesse mich selbst zur Gänze.


In diesem Fall, herzliches Beileid!


Es hat sehr lange gedauert, aus diesem Dunstkreis wiederaufzutauchen.

Zu merken, dass ich das gar nicht bin.


Dass es definitiv nicht mein Job ist, das Kreuz von jemand anderem zu tragen.

Natürlich kann jeder, der sich dazu berufen fühlt, das auch hemmungslos tun!


Ich spreche von mir.

Der gute alte freie Wille ermöglicht jedem, seines Glückes Schmied zu sein.

Jedenfalls in der Theorie.

Bis einer kommt, den man so unfassbar faszinierend findet.

Und man so sein möchte wie dieses Wesen ….

Es ist sehr gefährlich für hellfühlende Empathen, der Faszination zu erliegen.


Begeisterung reicht bereits, um Grenzen verschwinden zu lassen, die wirklich äußerst wichtig sind!


Oftmals wissen meine Brüder und Schwestern im Geiste nicht, welch besondere Persönlichkeiten sie sind.

Sie fühlen nur, dass sie anders sind, wie wir bereits in der Geschichte von Lilli erfahren haben.


Da in jedem Menschen, in jeder Situation, in wirklich jedem Energiefeld immer hell und dunkel vorhanden sind, rutschen wir in die Gesamtheit des Vorhandenen hinein.


Um auf Jesus zurückzukommen, er war verzweifelt, er war traurig, und er hatte ganz gewiss Angst. Wer hätte die nicht gehabt!

Er wurde verraten.

Das ist ein mächtiges, sehr dunkles Energiefeld.

Und da laut der offiziellen Version noch sehr viel Schmerz erlitten wurde, verliert man sich als hellfühlender Empath, Empathin genau in diesen Schatten.

Die Richtung war klar, denn diese Frequenzen waren eindeutig vorherrschend.


Man könnte neue Entscheidungen treffen.

Das Problem besteht jedoch darin, dass unsereiner die Resonanzen schon fühlt, bevor die Situation an Materie gewinnt.

Wir fühlen voraus.

Tage, sogar Wochen bevor ein Ereignis zutage tritt, sind wir bereits in entsprechender Stimmung, wir wittern, was in der Luft liegt.


Und je nach Schwerpunkt, hell oder dunkel, gehen wir mit der entsprechenden Energie in Resonanz.

Es sind die Erinnerungen.

Sie bescheren uns die Richtung, in die wir uns bewegen.


Je größer die Faszination, je tiefer die Verbindung, je dramatischer die Begegnung, je einschneidender die Erlebnisse,

desto prägnanter die Frequenzen, welche wir unsererseits ins morphogenetische Feld schießen.


Und es wird so lange ein Jesus auf der Bildfläche erscheinen, bis …

Bis wir beginnen, uns davon zu lösen.


Es gibt keinen anderen Weg.

Solange die Resonanzen aktiv sind, haben wir keine Chance, etwas Vorhandenes durch etwas Neues zu ersetzen.


Es geht nicht.


Wir müssen zu Point Zero.


Ich habe schon immer das Märchen Sterntaler geliebt.

Nur habe ich das Mädchen aber nie verstanden.

WARUM, zur Hölle gibt sie alles weg?


Weil erst dann die Sterne vom Himmel fallen können und keinen Moment früher.


Diese Geschichte ist die beste Erklärung dafür, wie es funktioniert, die es gibt.



Ich selbst habe immer mehr Angst bekommen, je näher ich zu Point Zero kam, dass ich immer wieder Rückfälle hatte.


Ich BRAUCHTE ein Kreuz, das ich mittragen konnte, weil ich mich an nichts Anderes erinnern konnte.


Es wurde immer leerer.

Stiller. Einsamer.


Ich wurde zu Sterntaler.

Ich gab Stück für Stück weg, was ich hatte.


Jede einzelne Resonanz, die ich weggab, machte mich nackter.


Mit jedem Schritt sah ich Dinge an mir, die ich teilweise kaum ertragen konnte.

Ich wurde bewusster.


Ich fühlte die Kälte, wie Sterntaler.

Den Schmerz.

Vor allem den Hunger. Die Einsamkeit.

Die Nacht. Es wurde dunkel. Stockfinster.


Ich nahm alles wahr. Die Existenzen des Schattens.


Die Pein, als er verraten wurde.

Ich trug die Dornenkrone. Ich fühlte seine Schmerzen, als sie ihm die Nägel in die Hände und Füße trieben.


Und ich sah der Lanze ins Angesicht.

Bereit für den letzten Schritt, um nach Hause gehen zu können.


Und immer suchte ich nach ihm. Alle Inkarnationen hindurch.

Ich fühlte mich so ohne Halt.


Die meisten von uns haben ihren Jesus. Ob in weiblicher oder männlicher Form.

Für mich ist er die Personifizierung dessen, womit ich mich einst verband.

Und tausende von Jahren brauchte, um auftauchen zu können.


Manchmal zieht es mich wieder hinab. Dann vermisse ich ihn.

Das Verlangen ist immer wieder mal da. Diese Sehnsucht, die kaum in Worte zu fassen ist. Sie schmerzt unglaublich.


Es wurde leichter.

Und je stiller es wurde, je weniger Resonanzen vorhanden waren, desto weniger fühlte ich.


Ich wusste nicht, ob das gut war, oder nicht.

Ich dachte, ich hätte meine Fähigkeiten verloren.


Und doch gab ich mich allem hin.

Je mehr Raum ich schuf für das, was ich sein könnte, wenn ich frei wäre ….


…desto öfter tauchten Frequenzen auf, an die ich mich bis dato nicht mehr erinnern konnte.

Vertrauen. Ich brauchte eine Weile, bis ich es zuordnen konnte.

Ich wusste einfach, es ist richtig!

Was für ein Gefühl! Unbeschreiblich.

Es ist nicht wirklich eine Emotion. Es ist einfach.


Von diesem Moment an hatte ich etwas Neues, woran ich mich festhalten konnte.

Eine Richtschnur.

Egal, was passierte, ich wurde ruhig, und erinnerte mich an genau dieses Gefühl.

Und es kam zurück! Immer und immer wieder.


Es passierte sehr viel.

Je näher ich an die Schwelle heran trat, um an den Punkt zu gelangen, an dem ICH Kraft meines freien Willens eine Entscheidung treffen konnte, um so verrückter gebärdete sich mein Unterbewusstsein, und was noch da war an Resonanz für die Dunkelheit.

Es kostete mich alle Kraft, die ich noch hatte.

All meine Disziplin. Ich kratzte mich quasi zusammen, um jeden einzelnen Schritt in Richtung Schwelle tun zu können.


Mein Außen fuhr auf, was es zu bieten hatte.

Verlockungen, Angebote, Bedrohungen, Verluste.

Jedes Mal hielt ich inne. Ich hielt inne, und sah einfach nur zu.

Ich zog mich zurück. Von allem und jedem. Ich tat nichts, bis ich in den Zustand des Vertrauens rutschen konnte.

Und auf einmal war es klar.

Ich sah ALLES. Beide Seiten. Das Gleichgewicht. Ich sah beide Pole und wusste, was zu tun war.

Und traf die Entscheidung.

DAS ist Freiheit. Und nichts anderes.

Bis zu diesem Punkt hatte ich nie eine Entscheidung getroffen.

Es war entweder ein Fügen oder ein Aufbegehren, letzteres verstärkte stets die jeweilige Situation.


Dann machte ich die erstaunlichste aller Entdeckungen.


Ich begann die Sterne zu sehen.

Sie waren schon immer da, seit Anbeginn der Zeit.

Vieles, was ich erreichen wollte, war bereits da.

Ich hatte meine Ziele erreicht, und es nicht einmal bemerkt!


Ich hatte mich selbst in keiner Weise wertgeschätzt. Ich nahm mich nicht wahr.

Seit dem Moment, in welchem ich mich der Faszination hingab, und mich selbst aufgab.


So fiel ein Stern nach dem anderen vom Himmel.

Jeder einzelne Goldtaler war ein Glücksmoment.

Und mit jedem Stern kamen meine Gefühle zurück.


Es war also mehr als gut, dass ich immer weniger gefühlt hatte.

Denn es war einfach immer weniger da, womit ich in Resonanz gehen konnte.


Die Sichtweise war gekippt.

Sehnsucht wurde zu Frieden. Die Stille zu Raum. Die Dunkelheit zu einer neuen Welt voller Schätze, wertvoller, als ich es mir je zu träumen gewagt hätte.

Und ich konnte sie mitnehmen in den Tag.


Nackt, frierend, einen Goldtaler in der Hand zu halten, eröffnet alle Möglichkeiten, und ich hatte endlich eine Wahl.


Nun stehe ich bei mir, mit mir verbunden und schon recht fest verankert, und sehe mir Situationen aus der Beobachterperspektive an.

Ich nehme die Schwingungen wahr, ohne meine Resonanzen. Somit sehe ich vollkommen klar und die Lösung wird sichtbar.


Ich will nicht mehr zurück. Ich brauche meine Jesus- Personifizierung nicht mehr.

Ich bin dort, wo ich hingehöre. Zu Hause.

Hier ist es so unglaublich schön. Warm. Geborgen. So gemütlich und herzlich.

Hier schwingen Liebe, Vertrauen, Freude und Fülle.


Ich bin schon ein wenig von mir selbst begeistert!

Es ist höchste Zeit dafür, denn hier kann mir nur das Beste passieren.

Hier bei mir.




Ich halte es für sehr gefährlich, wenn hochsensible Empathen und Empathinnen, die noch nicht aus der Abhängigkeit über die Schwelle in ihre Freiheit getreten sind, in beratenden oder therapeutischen Berufen tätig sind.


Es ist ein immerwährender Kreislauf der Resonanzen.

Es ist ein Leben in Gefangenschaft.

Es entstehen phasengleiche Schwingungsfrequenzen, welche sich hochpotenzieren.

Somit kommen die eigenen Themen nicht nur an die Oberfläche, sie werden gefüttert.

Lösungswege verschwimmen.



Begeistert und fasziniert bin ich immer noch. Das passiert nach wie vor.

Ich sehe die Gesamtheit der Situation an, filtere den Schwerpunkt heraus, und wenn es mit meiner Zielorientierung konform geht, lasse ich es zu.


Ich gehe nicht mehr hinein, dazu bin ich noch viel zu vorsichtig in meiner neuen Wahrnehmung.

Ich lasse es einfließen.


Ich weiß, es wird sich festigen.

Doch auch hier braucht es Geduld.

Was tausende von Jahren gedauert hat, war sehr mächtig.

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Und mein Unterbewusstsein bekommt die Zeit, die es braucht, um die neuen Gewohnheiten zu etablieren.



21 Tage gemäß der Schulmeinung hin oder her.

Das wichtigste bei allem ist die solide Basis. Ich werde fühlen, wenn es so weit ist.


Und mich dann meinem Objekt der Begeisterung hingeben.


Sobald es am Horizont auftaucht. . Mit dem Schwinden meiner Gefühlswahrnehmungen

gab es auch keine neuen Begegnungen mehr.

Alles, was mich unbedingt aus der Bahn werfen wollte, hatte ein Gesicht meiner Vergangenheit. Sie traten geballt an.


Das ist ein sehr gutes Indiz, wenn Sie nicht sicher sind, ob es gut, bzw. zielfördernd ist oder nicht.

Taucht die Vergangenheit auf, gehen Sie davon aus, dass es besser ist, die Finger davon zu lassen!


Dann sind Sie noch nicht ganz bei Point Zero angelangt.


Ich weiß es ist sehr schwer, nicht der Versuchung nachzugeben, wenn es nur noch Sie gibt.

Sie denken, Sie könnten doch nur ein wenig kosten, Sie denken, Sie haben es unter Kontrolle.

Sie denken, die Person oder Situation könnte sich mit mir geändert haben?

Nein.

Sobald Sie nachgeben, drehen Sie eine Extrarunde.


Es IST definitiv Ihre Jesus- Personifizierung, oder Ihre Luzifer- Personifizierung.

Wie auch immer Sie sind. Alles ist in allem enthalten.


Ich merke täglich mehr, wer ich wirklich bin.

Wer ich nie war. Ich hatte mich nur so verhalten.

Ich hatte diese ganz besondere Eigenart, die viele von uns haben, besonders dann, wenn wir nicht wir selbst sind.


Wir vermeiden um jeden Preis, unser Gegenüber zu verstimmen.


Wir tun alles, es mild zu stimmen, dass es uns gewogen ist.


Weil wir so harmoniebedürftig sind?

Oh nein, weit gefehlt!

Wir haben Angst davor, es zu fühlen.

Die Wut, die Ablehnung, all diese Emotionen, sollte etwas nicht in der Harmonie sein.


Wir fühlen, was unser Objekt der Faszination fühlt, und aus diesem Grund MUSS es sich gut fühlen!


Deshalb tun wir Dinge, die wir tun müssen.

Wir beschützen, verteidigen, wir opfern uns auf.


Nichts davon geschieht aus Liebe.

Es ist Mitleid. Nicht mehr und nicht weniger. Leidet es, leiden wir auch.

Wir tun nicht mehr, was wir möchten, denn wir sind nicht mehr wir. Wir sind Gefangene, solange wir nicht aus den Dunstkreisen heraustreten.


Empathen sind nicht rein harmoniebedürftige Wesen.

Empathen wissen, wann es Zeit ist, die Waffen hervorzuholen, und sie tun es.


Ohne Zweifel, ohne Reue.

Ein hellfühlender Empath weiß immer, zu welcher Zeit welche Maßnahme erforderlich ist.

Wir sind uns unserer Polarität bewusst, und wir ehren sie.


Ich bin zutiefst dankbar, ALLES zu sein. Zu ALLEM fähig zu sein.


Es ist ein Segen.






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